Ankriegstag 1. September

Gedenkstunde am Donnerstag, 11:00 Uhr am Mahnmal im Luisenthal

Am 1. September 1939 überfiel die faschischsche deutsche Wehrmacht Polen und überzog Europa und die Welt mit einem Vernichtungskrieg, in dem Millionen Menschen ihr Leben ließen. Seit 1957 wird am 1. September an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert.

Bis heute hat die Mahnung »Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg« leider nichts an ihrer Dringlichkeit verloren: Wieder herrscht Krieg in Europa, in vielen Regionen der Welt sind Zerstörung, Unterdrückung, Flucht und Tod der schreckliche Alltag, Militarismus und Rüstung erleben einen neuen Höhepunkt.

Gemeinsam wollen wir dagegen ein Zeichen setzen und unterstützen den Aufruf des DGB für Frieden und gegen einen neuen Rüstungswettlauf. Die Waffen müssen endlich schweigen!

--> Erklärung des DGB zum Antikriegstag

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Demonstration für Frieden und Abrüstung

Uedem (bei Kalkar), 03.10.22 11:30 Uhr, Kaserne Paulsberg

Seit vielen Jahren protestiert die
Friedensbewegung an Rhein und Ruhr am 3. Oktober an einer der großen Drehscheiben der NATO, an der Luftleitzentrale der Bundesluftwaffe und NATO in Kalkar/Uedem am Niederrhein.

Das 100‐Milliarden‐Aufrüstungsprogramm für die Bundeswehr wird als Solidarität mit der Ukraine verkauft, obwohl es zum Beispiel allein 10 Milliarden € für die Tarnkappenbomber enthält, die die Beteiligung der Bundesluftwaffe an einem Atomkrieg ermöglichen sollen. Mit jeweils 20 Milliarden aus dem 100‐Milliarden‐Aufrüstungsprogramm in die öffentliche Energie‐ und Verkehrsinfrastruktur, in die Sanierung von Schulen und Hochschulen, in den personellen Ausbau des Gesundheitswesens, in sanktionsfreie soziale Mindestsicherungen sowie in die Förderung von Museen, Theatern, Kinos und Bibliotheken würde ein notwendiger Schritt zur Lösung der vordringlichsten Probleme in unserem Land getan.


Für Frieden und Abrüstung nach Kalkar

Abfahrt ab Duisburg 9:30 Uhr
Anmeldung:
juergen.hagenguth@gmx.de
oder
info@dielinke‐oberhausen.de
 
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Die Waffen nieder!

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus – das ist es, wofür sich die VVN-BdA seit ihrem Bestehen einsetzt. Doch nun herrscht Krieg, mitten in Europa.

Wir verurteilen den Einmarsch Russlands in die Ukraine. Jenseits aller Schuldzuweisungen und der Anheizung des Konflikts durch Drohungen und Gegendrohungen gilt: Für die Entfesselung eines Krieges gibt es keine Rechtfertigung! Panzer, Soldaten, Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge sind keine Option, um Krisen zu bewältigen.

Goldene Zeiten für Kriegsgewinnler

Für die Menschen in der Ukraine ist dieser Krieg eine humanitäre Katastrophe. Er bringt Tod, Verletzungen, Leid, Zerstörung, Ströme von Flüchtenden. Für die Waffenlobby bringt er goldene Zeiten. 100 Milliarden Euro will die Bundesregierung sofort in die Rüstung investieren, mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts dann in jedem weiteren Jahr – das heißt, pro Jahr zusätzlich 72 Milliarden Euro! Seit Kriegsbeginn sind die Aktien der Panzerschmiede Rheinmetall um 28 Prozent gestiegen, Hensoldt, ein Produzent von Rüstungselektronik, verzeichnet einen Rekordzuwachs von 60 Prozent.

Rüstung zerstört unsere Lebensgrundlagen

Nicht nur in Deutschland, in der ganzen Welt stehen wir vor gewaltigen Aufgaben: Gemeinsam müssen wir die Klimakrise und das Artensterben bekämpfen, konsequent auf erneuerbare Energien umsteigen, die Corona-Pandemie bewältigen, soziale Ungleichheit beseitigen und für mehr Bildungschancen sorgen. All dies ist mit dem neuen Rüstungswettlauf nicht machbar.

Für Frieden, Verständigung und eine
lebenswerte Zukunft

In der jetzigen Situation gibt es deshalb nur ein Gebot: der Abzug der russischen Invasionsstreitkräfte aus der Ukraine, die schnellstmögliche Beendigung des Krieges. Gefolgt von beharrlichen Gesprächen zum Aufbau von Frieden und Sicherheit vom Atlantik bis zum Ural, begleitet von einem echten Abrüstungsprozess. Wir brauchen eine europäische Friedensordnung, in der Grenzen nicht gewaltsam verschoben werden und die Sicherheit von allen geachtet wird. Sie muss am Verhandlungstisch mit allen ausgehandelt werden. Nur mit einer Politik des Friedens und der Verständigung werden wir der kommenden Generation eine Welt hinterlassen, in der es sich zu leben lohnt.

Noch einmal: Die Waffen nieder!

Kriege passieren nicht einfach. In Kriege gerät man nicht irgendwie hinein. Kriege werden gemacht. Auch dieser Krieg hat seine Vorgeschichte, ohne die er nicht zu verstehen ist. Das heißt nicht, Verständnis für Krieg zu haben. Es ist Voraussetzung für Friedenspolitik. Aber wie immer man das alles auch sehen mag:

Die Waffen nieder!
Das ist die Forderung der Stunde!
Dies muss im Vordergrund stehen!
Ohne Wenn und Aber!


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1. Mai: Es gibt noch viel zu tun

Dies ist das Maiplakat des DGB von 1950. Es ruft unter anderem auf zu Völkerfrieden, Schutz der Arbeitskraft, Mitbestimmungsrecht und Neuordnung der Wirtschaft. Das war vor 71 Jahren. Viel ist seither durch die Gewerkschafter erreicht worden. Trotz alledem sind die Forderungen von 1950 heute noch brandaktuell.

Vom Völkerfrieden sind wir weit entfernt

Die globalen Rüstungsausgaben haben einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri erhöhte Deutschland seinen Rüstungsetat 2020 um 5,2 Prozent und liegt im globalen Vergleich auf Rang sieben. Das ist prozentual der größte Anstieg weltweit – trotz Corona‐Krise.

Rekordsumme für die Aufrüstung

Auch die Gewinne der deutschen Rüstungskonzerne boomen. Im Jahr 2019 erhielten deutsche Waffenschmieden Genehmigungen für Rüstungsexporte von über acht Milliarden Euro – eine Rekordsumme. Die Exporte wurden zwar auf Druck etwas zurückgefahren, doch der Anteil der Waffenlieferungen an Länder, die in Kriege verwickelt sind oder Menschrechtsbestimmungen verletzen, ist gestiegen: Er beträgt etwa die Hälfte aller genehmigten Rüstungsexporte. Mehr als zwei Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung sollen zuküftig für Kriegswaffen ausgegeben werden. Die Bundeswehr plant die Anschaffung neuer Atombomber für acht Milliarden Euro. Aktuell wird die Entwicklung und Anschaffung von bewaffneten Kampfdrohnen diskutiert. Drohnen erhöhen die Kriegsgefahr und sind der Einstieg in ein automatisiertes Kriegsszenario ohne menschliche Kontrolle.

Prekäre Arbeitsverhältnisse

Wie es um den Schutz der Arbeitskraft bestellt ist, darauf haben im Umfeld von Corona unter anderem die miserablen Arbeitsverhältnisse in deutschen Fleischfabriken ein Schlaglicht geworfen. In anderen Bereichen, etwa der Bauindustrie, sieht es nicht besser aus. Gegen eine Testpflicht der Unternehmen sträuben sich die Interessenverbände der Wirtschaft schon lange. Ihre Durchsetzung und Kostenübernahme durch die Unternehmen wird nicht ohne Widerstände zu realisieren sein.

Milliardengewinne und Hungerlöhne

Die Neuordnung der Wirtschaft ist dagegen Realität geworden. Allerdings nicht so, wie 1950 gefordert. Bei der Globalisierung sind die Interessen der arbeitenden Menschen auf der Strecke geblieben. Multinationale Konzerne erwirtschaften in Deutschland Milliardengewinne, die sie allerdings hier nicht versteuern. Dafür zahlen sie oft nur Hungerlöhne bei gleichzeitig hohem Arbeitsdruck und verweigern Mitbestimmungsrechte. Aktuell zeigt die Coronakrise, dass diese Unternehmen sogar in und durch die Pandemie ihre Profite steigern und dazu noch staatliche Hilfen kassieren, während die Mehrheit der Menschen immer näher an die Armutsgrenze und darüber hinaus gedrängt wird.

Rüstung ist ein Klimakiller

Ein Eurofighter stößt pro Flugstunde 11.000 kg CO2 aus. Das entspricht dem Klimagas-Ausstoß von 79.000 Kleinwagen auf 100 km. Pro Jahr absolvieren die Eurofighter der Bundesluftwaffe zusammen 10.000 Flugstunden, was einen CO2-Austoß von 110.000 Tonnen ergibt. Auch so untergraben die Rüstung und die dafür Veranwortlichen die Zukunftsaussichten der Menschheit.

Dieser Wahnsinn muss aufhören. Wir brauchen nicht noch mehr Rüstungsausgaben, keine Milliarden verschlingende Armee, keine Klima aufheizenden Atombomber, sondern stattdessen ein gut ausgestattetes Gesundheits-, Sozial- und Bildungssystem.

Noch viel zu tun

Es gibt also noch sehr viel zu tun. Frieden und Völkerverständigung, die Gleichbehandlung aller Menschen und ein friedliches Miteinander, der Erhalt unserer Lebensgrundlagen und eine gerechte Weltwirtschaftsordnung – dies sind Werte, für die sich die VVN‐BdA einsetzt. Deshalb rufen wir auf, für die Erreichung dieser Ziele am 1. Mai auf der DGB‐Kundgebung mit dabei zu sein. Denn eine gerechtere Zukunft erlangen wir nur durch Solidarität.

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Zum Gedenken an Helmut Hermann

Helmut Herman, Ehrenvorsitzender der Mülheimer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Träger der Ehrenspange der Stadt Mülheim an der Ruhr verstarb im Alter von 91 Jahren.

1929 geboren, musste Helmut Hermann als Kind mitansehen, wie sein Vater von der SA aus der Wohnung geprügelt wurde, weil er sich als Kommunist dem faschistischen Regime des National-sozialismus verweigerte. Dieses Erlebnis und die nachfolgende Zeit des Faschismus haben sein Denken und Handeln geprägt. Bis ins hohe Alter hat sich Helmut Hermann als Antifaschist gegen Rassismus und Antisemitismus, gegen rechtes Denken und Handeln, gegen Ausbeutung und Unterdrückung organisiert und eingesetzt.

Gegen das Vergessen

Zeichen setzen gegen das Vergessen – um dies zu erreichen suchte er als Vorsitzender der VVN – BdA Mülheim den Kontakt zu den Gewerkschaften, zur Stadt, zu den Schulen, zur jüdischen Gemeinde und zu anderen Organisationen und Initiativen. Er kämpfte für Entschädigungszahlungen an die während des Nationalsozialismus inach Mülheim verschleppten Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, er engagierte sich in der „Mülheimer Initiative für Toleranz“ und in der AG Stolpersteine, er or­ganisierte antifaschistische Stadtrund­fahrten. Für immer mit seinem Namen verbunden sein wird die Aufarbeitung der Nazizeit in Mülheim und die Herausgabe der 400 Seiten starken Dokumentation „Widerstand und Verfolgung von 1933 – 1945 in Mülheim an der Ruhr“. 2003 erhielt Helmut dafür die Ehrenspange der Stadt Mülheim, nicht zuletzt auch dafür, wie in der Begründung zur Verlei­hung zu lesen ist, dass er „seit Jahrzehnten für seine Überzeugung und Ideale mit Beharrlichkeit und einer anscheinend unerschöpflichen Energie eingetreten ist.“

Zeitzeugengespäche in den Schulen

Diese Arbeit gegen das Vergessen war Helmut Hermann sehr wichtig, denn „es soll heute keiner sagen können, er habe davon nichts gewusst.“ Einen Schwerpunkt seiner antifaschistischen Arbeit bildet die Zusammenarbeit mit Mülheimer Schulen. Bis ins hohe Alter vermittelte Helmut Hermann als Zeitzeuge jungen Menschen, was es hieß, in einem faschistischen Terrorregime zu leben, und ebenso, dass es auch heute darauf ankommt, gegen rassistisches, menschverachtendes rechtes Denken und rechtsterroristisches Handeln die Werte von Humanität, gleichberechtigtem Miteinander und Verständigung zu verteidigen und zu bewahren, „damit unsere Jugend nie mehr das erleben muss, was wir erleben mussten.“

Seine rastlose Energie, mit der er sein Ziel verfolgte, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen, ohne Rassismus und Antisemitismus, ohne Ausbeutung und Unterdrückung, zu einem Ort der Toleranz, des gegenseitigen Verständnisses und des gleichberechtigten menschenfreundlichen Miteinanders, hat sich nie erschöpft. Gleichwohl sie ist nun zur Ruhe gekommen.

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Ausstellung „Widerstand und Verfolgung in Mülheim an der Ruhr 1933-1945“ bei der Mülheimer Polizei

Am 9. November eröffnete Polizeipräsident Frank Richter anlässlich des 80. Jahrestags des Novemberpogroms in Müheim im ehemaligen Polizeipräsidim an der Von-Bock-Straße die Ausstellung der VVN-BdA „Widerstand und Verfolgung in Mülheim an der Ruhr – 1933 bis 1945“. Bis zum 21. Dezember hatten Beamte und Bürger die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.

„Unsere Geschichte macht immer auch einen Teil unserer Gegenwart aus. Gerne bieten wir der Ausstellung hier Raum. So haben Beamte und Bürger die Möglichkeit, sich zu dem Thema zu informieren“, erklärte Frank Richter zur Eröffnung. Auch die Leiterin der Polizeiinspektion und „Hausherrin“, Polizeioberrätin Claudia Kretschmann-Schepanski, nahm an der Eröffnung teil und drückte ihre Hoffnung aus, dass ihre Kolleginnen und Kollegen die Chance nutzen würden, sich über dieses dunkle Kapitel der Mülheimer Vergangenheit zu informieren.

Einen besonderen Aspekt und konkreten Bezug zur Geschichte der Polizei während des Nationalsozialismus erhielt die Ausstellung durch den Verweis und Zitate aus dem Buch „Himmlers grüne Helfer“. Mit dem inzwischen verstorbenen Autor und Journalisten Heiner Lichtenstein war der jetzige Polizeipräsident und damalige Vorsitzenden der Gewerkscft der Polizei Landesbezirk NRW, Frank Richter, vor Jahren in Kontakt gekommen; aus dieser Begegnung entstand die Idee zu diesem Buch, das dann von der GdP NRW herausgegeben wurde.

»Hätten vor allem Polizeioffiziere sich geweigert zu morden, hätte das Folgen für ganze Polizeieinheiten haben können. Ungezählte Menschen wären dann vielleicht mit dem Leben davongekommen. Die Geschichte der Schutz- und Ordnungspolizei sähe heute anders aus.« Aus Heiner Lichtenstein: »Himmlers grüne Helfer« herausgegeben von der Gewerkschaft der Polizei Landesbezirk NRW

 

Im Bild oben: Polizeipräsident Frank Richter (Mitte rechts), Polizeioberrätin Claudia Kretschmann-Schepanski, Leiterin der Polizeiinspektion Mülheim an der Ruhr (Mitte links), Inge Ketzer, stellvertretende Vorsitzende VVN-BdA Mülheim an der Ruhr (r.), Karl-Heinz Zonbergs, VVN-BdA (l.)

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30 Millarden für die Rüstung? Nein! Abrüsten statt aufrüsten

Bisher haben über 20.000 friedliebende Menschen den Aufruf unterschrieben. Fehlt Ihre Unterschrift noch? Unter https://abruesten.jetzt/ können Sie sich weiter informieren und die Petition mit Ihrer Unterschrift unterstützen.

Die Bundesregierung plant, die Rüstungsausgaben nahezu zu verdoppeln, auf zwei Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung (BIP). So wurde es in der NATO vereinbart. Zwei Prozent, das sind mindestens weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen, bei Schulen und Kitas, sozialem Wohnungsbau, Krankenhäusern, öffentlichem Nahverkehr, Kommunaler Infrastruktur, Alterssicherung, ökologischem Umbau, Klimagerechtigkeit und internationaler Hilfe zur Selbsthilfe.

Auch sicherheitspolitisch bringt eine Debatte nichts, die zusätzlich Unsummen für die militärische Aufrüstung fordert. Stattdessen brauchen wir mehr Mittel für Konfliktprävention als Hauptziel der Außen- und Entwicklungspolitik.

Militär löst keine Probleme. Eine andere Politik muss her. Damit wollen wir anfangen: Militärische Aufrüstung stoppen, Spannungen abbauen, gegenseitiges Vertrauen aufbauen, Perspektiven für Entwicklung und soziale Sicherheit schaffen, Entspannungspolitik auch mit Russland, verhandeln und abrüsten. Diese Einsichten werden wir überall in unserer Gesellschaft verbreiten. Damit wollen wir helfen, einen neuen Kalten Krieg abzuwenden.

Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben – Abrüsten ist das Gebot der Stunde.

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Wir unterstützen den Erhalt der VHS an ihrem gegenwärtigen Standort

Solidaritätsadresse der VVN-BdA Mülheim an die Bürgerinitiative „Erhalt unserer VHS in der MüGa“

Liebe Mitglieder der Bürgerinitiative,

die Kreisvereinigung Mülheim an der Ruhr der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten sagt Ihnen Dank für Ihr großes Engagement und Ihren entschlossenen Einsatz zum Erhalt der Volkshochschule in der MüGa.

Im Rahmen der politischen Bildung konnten wir an der damals knapp zehn Jahre im Gebäude an der Bergstraße bestehenden VHS mit Kursteilnehmern und Dozenten die Grundlagenarbeit zur Erstellung der Dokumentation „1933 bis 1945 – Widerstand und Verfolgung in Mülheim an der Ruhr“ durchführen. Aus diesem Buch entstand die heute in vielen Schulen Mülheims präsentierte Mülheim 1933-1945 zum gleichen Thema.

Über mehrere längere Zeiträume hinweg war die VVN-Mülheim 1933-1945 als Dauerausstellung in der VHS beheimatet. Nicht zuletzt aufgrund der einzigartigen architektonischen Gestaltung der VHS als Begegnungsraum wurde es so Besuchern und Kursteilnehmers ermöglicht, sich über die faschistische Diktatur in unserer Stadt und deren Folgen von Fremdfeindlichkeit, Rassenhass und Krieg zu informieren.

Damals wie heute bietet unsere VHS in ihrem bestehenden Kulturensemble nicht nur viele Möglichkeiten sozialer, kultureller und beruflicher Fortbildung, sondern – mindestens ebenso wichtig – einen Raum für Kommunikation und Begegnung zwischen Menschen, Generationen und Kulturen. Wo Verstehen und Verständnis füreinander wachsen kann, dort finden Ausgrenzung, Fremdenhass und rechtes Denken keine Resonanz. Auch deshalb ist es der VVN Mülheim an der Ruhr ein Anliegen, dass die VHS in ihrer gegenwärtigen Gestalt erhalten bleibt.

Wir danken Ihnen nochmals für Ihren Einsatz, den wir voll und ganz unterstützen.


Silvia Rölle
Kreisvorsitzende

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