Vereinigung
der Verfolgten des Naziregimes

Bund der
Antifaschistinnen und Antifaschisten

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Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten
Kreisvereinigung Mülheim-Ruhr e.V.


Ausgabe 2/April 2010

Aktionsbündnis für Toleranz und Dialog

Für den 26. März 2010 hatte die rechtsradikale und fremdenfeindliche Pro NRW, unter anderem auch in Mülheim/Ruhr, vor der Fatih-Moschee an der Sandstraße, eine, wie sie formulierten, Mahnwache angemeldet. Weil die Politik, die NPD und alle neofaschistischen und rechtsradikalen Organisationen nicht verbietet, musste die Polizei wieder einmal die „Schützerrolle“ für pro NRW übernehmen.

Diese Mahnwache richtete sich gegen die Fatih-Moschee und die türkischen Gemeinden in der Bundesrepublik. Pro NRW versteht sich als „ Beschützer“ des christlichen Abendlandes.

In der Einladung, die wir am 12. März verschickt haben, wird über die Gründung eines Aktionsbündnisses für Toleranz und Dialog berichtet. Die Kreisvereinigung der VVN/Bund der Antifaschisten ist selbstverständlich auch im Aktionsbündnis.

 

Stolpersteine

Am 2. März 2010 wurde der Künstler Gunter Demnig aus Köln im Schloss Broich in einer kleinen Feierstunde verabschiedet. Er hat in unserer Stadt 95 Stolpersteine verlegt. Da es noch mehr Menschen in Mülheim gibt, die Opfer der Naziherrschaft wurden, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen, wurde die Verlegung der Stolpersteine bereits von der Stadt Mülheim durchgeführt (in Anwesenheit und unter Anleitung von Gunter Demnig)

Der Arbeitskreis Stolpersteine begrüßt die Entscheidung der Stadt und hofft auch weiter auf eine gute Zusammenarbeit. Die Kreisvereinigung begrüßt die Unterstützung der Stadt. Es ist ein guter Teil der Aufarbeitung der Nazizeit in Mülheim/Ruhr.

Der Arbeitskreis „Widerstand und Verfolgung“, durch Beschluss unserer Kreisvereinigung nach 1970 gegründet, findet so eine gute Fortsetzung.

 

Wir trauern um unseren Ehrenvorsitzenden der VVN-BdA NRW

Josef „Jupp“ Angenfort

9. 1. 1924 in Düsseldorf - 13. 3. 2010 in Düsseldorf

Wir haben einen guten, mutigen Menschen verloren. Von der katholischen Jugend zum Nationalkomitee Freies Deutschland, vom Lehrer an der Antifaschule zum FDJler, Gewerkschafter und Kommunisten, vom Landtag in Düsseldorf in den fünf Jahre währenden Adenauer-Knast und dann zum linken Aktivisten und unermüdlichen antifaschistischen Mahner. So bleibt er uns in Erinnerung. Wir wollen sein Vermächtnis erfüllen: „Nach der Selbstbefreiung im April 1945 erhoben die befreiten Häftlinge des KZ Buchenwald auf dem Appellplatz die Hand zum Schwur: Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Aber der Nazismus wurde nicht mit seinen Wurzeln ausgerottet. Hitlers Schatten und die Macht eines neuen Militarismus verdunkeln unsere Gegenwart und Zukunft, wenn wir nicht auch diesen Satz des Schwurs von Buchenwald beherzigen: Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht. Und wenn die Mörder nicht mehr leben, dann gilt es, die gesellschaftlichen Zustände anzuklagen, die Reaktion und Krieg immer wieder gebären. Das sind wir den Opfern des Faschismus schuldig. Das sind wir aber auch unseren Kindern und Enkelkindern schuldig, denen wir eine friedliche freundliche Welt bereiten wollen.“ (Jupp Angenfort zum 60. Gründungstag der VVN in Nordrhein-Westfalen)

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten

Cornelia Kerth und Prof. Heinrich Fink
für den Bundesausschuss

Jochen Vogler, Traute Sander, Ulrich Sander
für den Landesausschuss NRW

Jürgen Schuh
für die Kreisvereinigung Düsseldorf

Helmut Hermann, Michael Doetsch
für die Kreisvereinigung Mülheim-Ruhr


Termine

Kreisvorstandssitzungen:
Jeden 2. Dienstag im Monat um 18.00 Uhr im Agenda Lokal, Friedrichstraße 9

Antifaschistischer Arbeitskreis:
Jeden 4. Dienstag im Monat, um 18.00 Uhr, im Agenda Lokal, Friedrichstraße 9

Friedensforum:
Jeden 2. Donnerstag um 18.00 Uhr im Agenda Lokal, Friedrichstraße 9

Historischer Termin: 11.04.1945 Selbstbefreiung des KZ-Buchenwald
Historischer Termin: 01.05.1919 Der 1. Mai wird in Deutschland erstmals gesetzlicher Feiertag.
Historischer Termin: Am 10. Mai 1933 77. Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nazis.

Impressum

Redaktion: Michael Doetsch, Email: mddoetsch@freenet.de, Doris Doetsch
V.i.S.d.P. Helmut Hermann, Elisabeth-Selbert-Str. 39, 45473 Mülheim an der Ruhr, Email: hel.hermann@arcor.de